Warum Fett in der Nahrung nichts „Schlechtes“ ist, wenn man ein Hund ist…

Direkt von Mogens Eliasens Schreibtisch, zur sofortigen Veröffentlichung

Dieser Artikel darf ohne weitere Genehmigung nachgedruckt werden, solange er in vollem Umfang wiedergegeben wird, einschließlich des Lebenslaufs am Ende.

22. Oktober 2006 (Aktualisierte Version des Vorgängerartikels von 2003)

Warum Fett in der Nahrung nichts „Schlechtes“ ist, wenn man ein Hund ist…

Die meisten Mitglieder unserer modernen Gesellschaft wurden darauf konditioniert zu glauben, Fett sei schlecht– Punkt.
Wenn die Leute dann ihre Hunde gut versorgen möchten, ist es nur allzu leicht, daraus zu schließen, dass für sie dasselbe gilt…

Stimmt aber nicht.

Hunde gehören einer völlig anderen Art an, und ihre Bedürfnisse unterscheiden sich vollständig von denen eines Menschen. Was Ihnen gut tut, könnte Ihrem Hund sehr schaden – und umgekehrt!

Rohes Fett kontra verarbeitetes (gekochtes) Fett

Das Fett, das Sie in menschlichen Nahrungsmitteln aus dem Lebensmittelladen oder Supermarkt vorfinden, ist nur sehr selten roh. Wäre es das, wären uns die Probleme, die wir damit haben, vielleicht erspart geblieben! Das verarbeitete Fett verursacht uns eine Menge gänzlich unbestreitbarer Probleme, und doch gibt es erstklassige Beispiele von Eskimos in Nordkanada und Grönland (Dänemark), die reichlich rohes Fett aus Seehunden und Walen verzehren – und sich bester Gesundheit erfreuen! Beachten Sie bitte: rohes Fett…

Erhitzen Sie dagegen einmal etwas Speck in einer Bratpfanne, und lassen Sie das Fett aus. Wenn Sie damit fertig sind, lassen Sie das Fett wieder abkühlen und schauen sich das Ergebnis an. Man muss kein Chemiker sein, um zu dem Schluss zu gelangen, dass es sich bei dem Schmalz, das man auf diese Weise erhält, chemisch gesehen einfach nicht mehr um dieselbe Substanz handelt wie beim rohen Fett! Seine chemische Struktur wurde irreversiblen Veränderungen unterzogen, und diese Veränderungen machen es zu einer völlig anderen Substanz, auch hinsichtlich seines Nährwerts!
Wohlgemerkt, wird das chemisch gesehen immer noch unter „Fett“ eingeordnet, in der Bedeutung von „Ester aus Glycerin und Fettsäuren“ – so die chemische Bezeichnung. Aber die erhitzten Substanzen unterscheiden sich in der chemischen Struktur von jenen, die niemals erhitzt wurden. Nur die unerhitzten kommen in der Natur als Nahrungsquelle vor. Die erhitzten kommen in der Natur schlicht und einfach nicht als Nahrungsquelle vor, und der Körperstoffwechsel kann sie nicht in das zurückverwandeln, was sie vor dem Erhitzen einmal waren.

Wie Fett im Stoffwechsel des Hundes verwendet wird

Als weiteren wichtigen Punkt gilt es zu beachten, dass der Hundestoffwechsel bezüglich der Fettverarbeitung viel leistungsfähiger ist als der menschliche Stoffwechsel! Erlauben Sie mir, zur Veranschaulichung ein Beispiel anzuführen: Hunde haben nicht unsere Probleme mit dem Abnehmen. Der menschliche Körper ist schnell dabei, überschüssige Energie in Fett umzuwandeln – und gibt dieses Fett bei geringer Energiezufuhr nur sehr zögerlich wieder frei.

Stattdessen verbrennen wir förmlich unser Muskelprotein und lassen die Fettreserven unangetastet… Daher rührt auch das Gefühl der Abgeschlagenheit beim Einhalten einer Diät, und daher funktionieren Diäten im Allgemeinen auch nicht – Sie gewinnen das verlorene Gewicht (und noch etwas mehr) sofort zurück, wenn Sie beginnen, wieder „normal“ zu essen.
Bei Hunden ist das nicht der Fall. Hunde fühlen sich nicht matt, wenn sie eine Mahlzeit auslassen, oder auch zwei oder drei. Wäre das der Fall, hätten sie als Jäger keine Überlebenschance. (Es kann aber sein, dass sie Ihre Versuche, sie fasten zu lassen, gar nicht zu schätzen wissen – doch das liegt ausschließlich an den Gewohnheiten, die Sie eingeführt haben, und die jetzt ihre Erwartungshaltung begründen.)

Ich habe erlebt, wie meine Rüden freiwillig bis zu 12 Fastentage einlegten, wenn meine Hündin läufig war. Diese Rüden haben bestimmt nichts an Energie eingebüßt – nur an Gewicht. Und sie legten in nur drei Wochen rasch genau das verlorene Gewicht wieder zu, wenn die Läufigkeit vorüber war. Und ich habe beobachtet, dass meine Such- und Rettungshundeteams deutlich bessere Arbeit leisteten, wenn die Hunde mit leerem Magen arbeiteten! Sogar mehrere Tage am Stück. Kein Mensch könnte so etwas leisten…

Stellen Sie Fett für die Arbeit zur Verfügung – keine Kohlenhydrate

Viele Leute haben Berichte darüber gelesen, dass das Verfüttern von Fett zu Leber- und Nierenproblemen führen soll. Allerdings wurden diese Studien entweder für Menschen durchgeführt, oder sie verwendeten gekochtes Fett als Grundlage (oder beides), so dass sie für unsere Hunde keinerlei Bedeutung haben. Ich persönlich habe wegen dieser Leber- und Nierenprobleme andere Übeltäter im Verdacht: Impfungen, Flohschutzmittel, Herzwurmmittel, Wurmkuren, Shampoos – es gibt eine lange Liste gefährlicher Chemikalien, die auch Personen ohne chemische Sachkunde zur Verfügung stehen …

Auch unter Leuten, die ihre Hunde schwere körperliche Arbeit verrichten lassen (wie Schlittenhunde, Such- und Rettungshunde, etc.) ist es eine weit verbreitete Erfahrungstatsache, dass die Hunde viel bessere Leistungen zeigen, wenn sie zusätzliche Fettgaben mit ihrer Nahrung erhalten. Kein zusätzliches Protein, und ganz bestimmt keine zusätzlichen Kohlenhydrate. Sondern Fett. Das genaue Gegenteil dessen, was für Menschen gut wäre. Zu viel Protein kann zu allergischen Problemen führen. Getreideprodukte (unsere wichtigste Quelle für Kohlenhydrate und Energie) verursachen Probleme bei der Verdauung anderer Nahrungsbestandteile und gehören überhaupt nicht zu einer natürlichen Ernährung.

Das macht Fett zur einzig verantwortbaren Wahl, um zusätzliche Energie zur Verfügung zu stellen.

Natürlich roh…

Mogens Eliasen
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Mogens Eliasen erlangte an der Århus Universität in Dänemark den Titel eines Magisters in Chemie (Mag. Scient., vergleichbar einem Ph.D. in den USA) und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Hunden, Hundebesitzern, Hundetrainern und ganzheitlich orientierten Tierärzten als Trainer, Redner und Entwickler von Erziehungssystemen. Er ist Herausgeber eines kostenlosen Rundschreibens „The Peeing Post“ („Der Pinkelpfosten“), das jede Menge Tipps und Ratschläge zu Hundeproblemen aller Arten enthält, insbesondere zu den Themen Training, Verhaltensprobleme, Ernährung und Gesundheitsfürsorge.
Wenn Sie sich für weitere Informationen über Mogens Eliasen interessieren, einschließlich Links zu anderen Artikeln und Büchern, die er veröffentlicht hat, senden Sie bitte eine kurze Email an contact@k9joy.com, oder besuchen Sie uns unter www.k9joy.com, um mehr zu erfahren.
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Ins Deutsche übersetzt von Patricia Feldner

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Getreide in der Hundenahrung oder Nicht?

Direkt von Mogens Eliasens Schreibtisch, zur sofortigen Veröffentlichung

Dieser Artikel darf ohne weitere Genehmigung nachgedruckt werden, solange er in vollem Umfang wiedergegeben wird, einschließlich des Lebenslaufs am Ende.

22. Oktober 2006 (Aktualisierte Version des Vorgängerartikels von 2003)

Getreide in der Hundenahrung oder Nicht?

Handelsübliches Hundefutter wird hauptsächlich aus Getreide hergestellt. Über 2/3 davon besteht aus Getreide. Getreide ist billig und steht in großen Mengen zur Verfügung. Allerdings enthält Getreide im Allgemeinen etwa 90-95% Kohlenhydrate…. Wildlebende Karnivoren (Fleischfresser) haben keinen Zugang zu solchen Mengen von Kohlenhydraten. Und das war auch während des gesamten Zeitraums der Evolution so. Jeder, der etwas Achtung vor der Natur verspürt, sollte damit ein ernsthaftes Problem haben!

Fleischfresser (Karnivore) oder Allesfresser (Omnivore)?

Diese Einteilungen werden künstlich von Menschen vorgenommen. Sie können eine Menge Verwirrung stiften, wenn man versucht, sie strikt anzuwenden. Und Sie begeben sich bis über beide Ohren in logische Widersprüche, wenn Sie glauben, dass Sie diese Einteilungen dazu verwenden können, um irgendwelche, wie auch immer gearteten Schlussfolgerung darüber ziehen zu können, womit Hunde ernährt werden sollten!

Es reicht völlig, wenn Sie erkennen, dass es einige gewaltige Unterschiede zwischen dem gastrointestinalen System des Hundes und dem des Menschen gibt. Ob sich beide innerhalb der Bandbreite der „Omnivoren“ bewegen, oder ob der Hund in Wahrheit zu den „Karnivoren“ gehört, spielt keine Rolle. Auf diesem Gebiet gibt es nur eine zuverlässige Autorität: Canis Lupus, den Wolf – und seine Ernährungsweise unter natürlichen Umgebungsbedingungen. Hunde und Wölfe sind genetisch gesehen nicht weiter voneinander entfernt als schwarze und weiße Menschen.

Aus diesem Grund besteht die einzig sinnvolle Ernährungsphilosophie in dem Versuch, sich so eng wie möglich daran zu orientieren, womit Mutter Natur ihre Wölfe die ganze Evolution hindurch ernährt hat. Die schlechte Nachricht lautet, dass wir nicht mit Bestimmtheit sagen können, was das genau sein könnte, abgesehen davon, dass es sich nicht um eine exakte Kopie dessen handelt, was die Wölfe heutzutage in freier Wildbahn fressen, wo ihnen viel mehr Beutetiere zur Verfügung stehen als je zuvor!

Eine weitere unangenehme Tatsache: Ganz gleich, wie die genauen Einzelheiten auch aussehen mögen, wissen wir doch genug darüber, um zu dem Schluss zu gelangen, dass wir sie nicht in Perfektion nachbilden können – die meisten Leute haben ganz einfach keine ganzen, lebenden Beutetiere zur Verfügung… Und Sie möchten Ihrem Hund sicherlich nicht den natürlichen Anreiz dazu bieten, all das Gemüse zu fressen, das er womöglich benötigt: nämlich Hungern….
Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht unseren Verstand einsetzen könnten. Tatsächlich liegen uns genügend Informationen vor, um hinsichtlich der Ernährung unserer Hunde einige sehr sorgfältige Entscheidungen zu treffen. Lassen Sie uns das Verfüttern von Getreide unter diesem Gesichtspunkt erörtern.

Die Verwendung von Getreide in handelsüblichem Futter

Es gibt viele triftige Gründe dafür, Getreide zu füttern:

1) Getreideprodukte sind bei Weitem die billigste Energiequelle, die Sie bekommen können.

2) Getreideprodukte und ihr hoher Gehalt an komplexen Kohlenhydraten werden für Menschen im Allgemeinen als gesund angesehen, und es ist einfach (aber vollkommen falsch) daraus zu schließen, dass sie auch Ihrem Hund gut tun.

3) Manche Hunde legen an Gewicht zu (das ist von einigen Leuten erwünscht), wenn sie Getreide fressen.

4) Zufällig sind Getreideprodukte bei vielen Hunden ebenso begehrt wie Süßigkeiten bei Kindern…..

5) Viele Hunde scheinen mit beträchtlichen Getreidemengen in ihrer Nahrung gut zurechtzukommen, zumindest 7-10 Jahre lang… Es ist unmöglich, im Einzelfall nachzuweisen, dass es am Getreide lag, dass die Leber oder die Nieren den Hund keine weiteren 3-4 Jahre lang leben ließen….

6) Die Fütterung kleinerer Getreidemengen als geringfügige Ergänzung erbrachte keine ungünstigen Auswirkungen, und bisher wurde noch nie eine groß angelegte Studie durchgeführt, um zu zeigen, dass sich beträchtliche Getreidemengen in der Hundenahrung in direkten Zusammenhang mit irgendeinem bestimmten Problem bei einem bestimmten Hund bringen lassen.

7) Es wurden noch nie systematische, wissenschaftliche Langzeitstudien durchgeführt, um die Auswirkungen von Getreide auf Langlebigkeit und „allgemeine Gesundheit“ nachzuweisen. Und Sie können sicher sein, dass kein kommerzieller Heimtierfutterhersteller eine solche Studie finanziell unterstützen würde…

Jedoch folgen hier einige gute Gründe dafür, kein Getreide zu füttern:

1) Hundeartige in der Natur haben keinen Zugang zu Getreide als einer wesentlichen Nahrungsquelle, abgesehen von den kleinen, halbverdauten Mengen, die sie beim Fressen ganzer Nagetiere mit aufnehmen.

2) Getreide enthält hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate – eine Nährstoffgruppe, die Hunde schlicht und einfach gar nicht benötigen. Allerdings können Hunde diese Kohlenhydrate in Energie umwandeln, um so das Fett zu ersetzen, das sie viel besser nutzen können.

3) Erhebliche Kohlenhydratkonzentrationen in einer einzelnen Mahlzeit können die Chemie des Verdauungsprozesses empfindlich beeinträchtigen, indem sie den pH-Wert auf ein Niveau anheben, auf dem die Verdauung roher Nahrung unergiebig wird. Dieser Fall tritt ein, wenn die Kohlenhydratkonzentration in einer Mahlzeit 10% erreicht oder übersteigt.

4) Viele Hunde verlieren überflüssiges Gewicht, wenn sie getreidefrei ernährt werden – und einige verlieren Gewicht, wenn sie etwas Getreide erhalten.

5) Getreideprodukte, insbesondere gebackene oder gekochte, hinterlassen einen Belag auf den Zähnen. Der Hundespeichel enthält keine Enzyme, welche die Zähne von diesen Kohlenhydraten reinigen könnten (wie es der menschliche Speichel tut). Im Internet finden sich tausende von Erfahrungsberichten von Leuten, die erlebt haben, wie dieser Belag innerhalb von ein paar Monaten verschwand, als sie ihr Hundefutter auf rohes Fleisch und Knochen umstellten….

6) Die Lebenserwartung von Hunden, die anstelle einer rohen, natürlichen Nahrung Trockenfutter erhalten, verringert sich um 30%. Trockenfutter besteht üblicherweise zu 65-70% aus Getreideprodukten…

7) Den meisten Hunden geht es gesundheitlich wesentlich besser, wenn ihre Nahrung überhaupt kein Getreide enthält. Es wurden noch niemals negative Auswirkungen bei Hunden nachgewiesen, die keinerlei Getreide erhalten… Aber die australische tierärztliche Vereinigung hat bestätigt, dass schätzungsweise mindestens 85% aller Hunde in Australien, einschließlich Welpen, an derart ernsten Problemen mit Zahnbelägen leiden (die nur von kohlenhydratreichen Futtermitteln herstammen, sollte ich noch hinzufügen…), dass sie deswegen eigentlich ärztlich behandelt werden müssten.

8) Diabetes bei Hunden war vor 60 Jahren praktisch vollkommen unbekannt. Heute handelt es sich dabei um eine bei Hunden weit verbreitete Erkrankung. Würden sämtliche Hunde eine Kost mit weitaus weniger Kohlenhydraten erhalten, gäbe es diese Erkrankung nicht…

9) Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass die Fütterung von Welpen mit übermäßig viel Kohlenhydraten maßgeblich zur Entwicklung von Hüftgelenksdysplasie und anderen wachstumsbedingten Krankheiten beiträgt. Unter „übermäßig“ werden dabei „20% der Nahrung oder mehr“ verstanden.
Wo sich Getreide in das Gesamtbild einer natürlichen Ernährungsweise einfügen ließe. Das Verzwickte dabei ist, dass Hunde tatsächlich ganz gut mit einer Mahlzeit zurechtkommen könnten, die fast ausschließlich aus Getreideprodukten hergestellt wurde, zumindest kurzzeitig!

Das kann für Hunde von Nutzen sein, die ihren Magen schonen müssen (den pH-Wert nahe am Neutralwert zu halten ist weit weniger belastend, als ihn auf stark saures Niveau zu senken). Bei kranken Hunden kann dies manchmal sinnvoll sein. Und schließlich auch bei Arbeitshunden, die für eine bestimmte Leistung, die kurzfristig sehr viel Energie erfordert, einen schnellen Energieschub benötigen. Und selbstverständlich wird kein gesunder Hund ernsthaft Schaden nehmen, wenn er gelegentlich mal einen Keks bekommt…

Aber als standardmäßiger Bestandteil der normalen Ernährung eines Hundes sollte Getreide keinen Platz haben.
Und schließlich lässt es sich bei Arbeitshunden einsetzen, die für eine bestimmte Leistung, die kurzfristig sehr viel Energie erfordert, einen schnellen Energieschub benötigen.

Mogens Eliasen
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Mogens Eliasen führt den Titel eines Magisters in Chemie (Mag. Scient., vergleichbar einem Doktortitel), den er an der Århus Universität in Dänemark erlangte, verfügt zudem über eine umfassende Ausbildung als Militäroffizier sowie auf dem Gebiet der Unternehmensführung. Seit 1970 arbeitet er mit Hunden, Hundehaltern, Hundetrainern und Tierärzten. Ein Großteil seiner Arbeit im Hundewesen erstreckt sich auf die Bereiche Ausbildung und Bildungsplanung sowie auf die Beratung von Hundehaltern und Hundesportvereinen. Er tritt entschieden dafür ein, im Umgang mit Hunden ihre Natur als domestizierte Wölfe zu achten und hat verschiedene Bücher und Videos veröffentlicht, die sich mit den Themen Hunde, Hundetraining, Hundeverhalten und verantwortungsvolle Hundepflege befassen. Er ist Herausgeber eines Rundschreibens „The Peeing Post“ („Der Pinkelpfosten“), das jede Menge Tipps und Ratschläge rund um den Hund enthält, insbesondere zu den Themen Training, Verhaltensprobleme, Ernährung und Gesundheitsfürsorge.
Wenn Sie sich für weitere Informationen über Mogens Eliasen interessieren, einschließlich Links zu anderen Artikeln und Büchern, die er veröffentlicht hat, senden Sie bitte eine kurze Email an contact@k9joy.com, oder besuchen Sie uns unter www.k9joy.com, um mehr zu erfahren.
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Ins Deutsche übersetzt von Patricia Feldner

B.A.R.F. – Biologisch artgerechtes Rohfutter

Gerade in den letzten Jahren stösst man als Hundehalter oft auf Begriffe wie B.A.R.F. (kurz: Barf) oder barfen… doch was genau bedeutet und verbirgt sich dahinter?

BARF – Eine kompakte Einführung und Analyse

Barf oder B.A.R.F. ist eine Methode zur Ernährung fleischfressender Haustiere, die primär für Haushunde entwickelt wurde. Die Entwickler von Barf orientierten sich dabei an den Fressgewohnheiten der Wölfe und anderer wildlebender Hunde. In diesem Sinne wird ausschließlich rohes Fleisch, Knochen und Gemüse verfüttert, wobei der Tierhalter für die ausgewogene Zusammensetzung selbst sorgen muss. Mittlerweile gibt es jedoch Unternehmen, die diese Marktlücke erkannt haben und eine Fütterung mit Barf einfacher gestalten. Barf ist mittlerweile nicht mehr alleine auf Hunde beschränkt, auch Katzenhalter bieten diese Ernährungsweise ihren Tieren an.

Das erste Mal tauchte dieser Begriff in den USA auf. Er wurde von Debbie Tripp benutzt, um sowohl einen Hundebesitzer zu bezeichnen, der seine Hunde nach dieser Methode ernährt, als auch das Futter selbst. Das Akronym Barf machte im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel durch. Zunächst stand diese Abkürzung für „Born-Again Raw Feeders“ (wiedergeborene Rohfütterer), welche auch den ideologischen Aspekt dieser Bewegung verdeutlichte, dann „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), im Deutschen wurde dafür das Backronym „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ erfunden.

Woher kommt BARF?

Die Ernährung von Hunden mit Fertigfutter ist eine relativ neue Erscheinung. Erst Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Fütterung von Fertigfutter populär, heute gilt sie vielen Hundebesitzern als die einzige Möglichkeit, ihren Hund ausgewogen zu ernähren. So fütterte auch Dr. Ian Billinghurst seine Hunde mit Fertigfutter und empfahl den Besitzern seiner Patienten dasselbe. Durch gesundheitliche Probleme seiner Hunde wurde er angeregt, die Ernährung seiner Tiere zu überdenken. Die Lektüre eines Buchs von Juliette de Bairacli Levy brachte ihn dazu, zur traditionellen Fütterungsmethode – der Fütterung von Essensresten, Küchenabfällen und Knochen – zurückzukehren. Der gesundheitliche Zustand der Hunde besserte sich, und Billinghurst war inzwischen überzeugt davon, dass Fertigfutter sich generell negativ auf den Gesundheitszustand von Haustieren auswirkt. Er entwickelte seine Fütterungsmethode, die inzwischen auf rohen fleischigen Knochen und rohem Gemüse basierte, weiter und es gelang ihm, einige Besitzer seiner Patienten dafür zu interessieren. Viele Hundebesitzer, die ihre Hunde so ernährten, wie es ihnen von Billinghurst vorgeschlagen worden war, berichteten von einer deutlichen Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands ihrer Hunde. Billinghurst Bemühungen, seine Erkenntnisse über die Tierarztpraxen zu verbreiten, scheiterten. Daher verfasste er sein erstes Buch „Give your dog a bone“, das 1993 erschien und vor allem von Züchtern in ganz Australien sehr positiv aufgenommen wurde. Auch in England und Amerika verbreiteten sich Billinghursts Ideen schnell.

Auch in Deutschland wird Barf immer populärer. Dennoch wird diese Fütterungsweise immer wieder kritisch betrachtet, vor allem von Tierärzten. Wissenschaftliche Studien zur Ernährung von Haustieren mit BARF fehlen bislang völlig. Obwohl viele Besitzer von Hunden, die mit BARF ernährt werden, von deutlichen gesundheitlichen Verbesserungen berichten, bleibt BARF leider immer noch in gewisser Weise eine Glaubenssache.

Warum füttert man BARF?

Viele Hundebesitzer, die sich entschließen, ihren Hund mit BARF zu ernähren, wurden durch gesundheitliche Probleme ihres Hundes dazu angeregt, sich mit der Ernährung des Hundes zu beschäftigen. Heutzutage leiden zahlreiche Hunde an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, oft auf Getreide. Da Getreide aber ein wichtiger Bestandteil vieler Fertigprodukte ist, müssen Alternativen gefunden werden. Auf der Suche nach diesen stößt man fast zwangsläufig auf BARF. Andere Hunde haben zwar keine Unverträglichkeiten, aber ihre Besitzer setzen sich trotzdem intensiv mit der Ernährung von Hunden auseinander, weil sie ihrem Hund die bestmögliche Fütterung bieten wollen. Viele Hundebesitzer finden kein Fertigprodukt, das ihren Ansprüchen genügt und steigen daher auf BARF um. Die Hauptkritikpunkte am Fertigfutter sind folgende: 

  • Viele Fertigfuttersorten enthalten sehr viel Getreide und wenig Fleisch. Getreide ist zwar ein billiger Energielieferant, entspricht aber nicht der natürlichen Ernährungsweise des Hundes. Getreidereiche Mahlzeiten verbleiben sehr lange im Verdauungstrakt, da nicht ausreichend Magensäfte gebildet werden können. Dadurch können wiederum Bakterien im Magen überleben, was zu Durchfällen, Fehlgärungen und Parasiten führen kann. Hinzu kommt, dass die Bauchspeicheldrüse des Hundes nicht auf größere Mengen Getreide ausgelegt ist und nicht ausreichend Enzyme produzieren kann. Eine krankhafte Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse kann die Folge sein.
  • Die Deklarationen auf Fertigfutterpackungen sind oft nicht sehr durchsichtig. Deklariert werden müssen Fleisch, tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Eiweißextrakte, Zucker, Öle und Fette. Genauere Angaben darüber, welches Fleisch verwendet wurde, was genau die „tierischen Nebenerzeugnisse“ sind und woher die pflanzlichen Eiweißextrakte, Zucker, Öle und Fette kommen, sind nicht vorgeschrieben. Große Skepsis herrscht auch Tiermehlen gegenüber. Darin werden Schlachtabfälle, verendete Nutztiere und eingeschläferte Hunde und Katzen verarbeitet. Wenn man Pech hat, verfüttert man dann das Endprodukt dieser Tierverwertung an seinen Hund.
  • Fertigfutter enthält vielfach Konservierungsstoffe, künstliche Zusatzstoffe, Farb- und Geschmacksstoffe.

Der Grund, dass Hundebesitzer sich entscheiden, ihren Hund mit BARF zu ernähren, liegt also vielfach in dem Wunsch zu wissen, was der Hund genau in seinen Napf bekommt.

Was braucht der Hund?

Der Hund benötigt in erster Linie Energie, die durch Proteine, Kohlenhydrate und Fette in der Nahrung zugeführt wird. Wieviel Energie der Hund täglich braucht, hängt von vielen Faktoren wie Alter, Aktivität, Gewicht, Rasse u.v.m. ab.

Eiweiße (Proteine) benötigt der Hund sowohl in tierischer als auch in pflanzlicher Form, wobei er tierisches Eiweiß besser verwerten kann. Proteine bestehen aus 20 Aminosäuren, von denen der Organismus des Hundes 10 nicht selbst herstellen kann. Die Aminosäuren dienen zum Aufbau von Fell, Krallen, Haut und Organen. Auch zur Energiegewinnung sind Proteine sehr wichtig.

Fette sind die wichtigsten Energielieferanten für den Hund und außerdem für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D, E und K wichtig.

Auch Kohlenhydrate sind als Energielieferanten wichtig. Sie stehen aber in der Energieversorgung des Hundes qualitativ an zweiter Stelle und dienen als Lieferanten für Kurzzeitenergie. Ballaststoffe, die auch zu den Kohlenhydraten zählen, regen die Motorik des Darms an und helfen dadurch bei der Verdauung. Anders als der Mensch braucht der Hund jedoch nur wenig Ballaststoffe.

Als Mengenelemente braucht der Organismus des Hundes Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Chlor und Natrium. Die wichtigsten Mengenelemente für den Hund sind Kalzium und Phosphor. Beide Elemente sind für das Skelett des Hundes und für den Knochenaufbau wichtig. Das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor im Futter sollte immer ausgewogen sein. Die Angaben in Bezug auf das Ideale Kalzium-Phosphor-Verhältnis schwanken allerdings zwischen 1:1 (Reinerth) und 2:1 (Klapproth). Nach Meyer und Zentek ist ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,3:1 bis 2:1 als problemlos anzusehen. Lediglich ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von unter 1:1 kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Früher wurde davon ausgegangen, dass ein Hund 100mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht benötigt. Neuere Studien des National Research Council belegen allerdings, dass 50mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht ausreichen, um den Kalziumbedarf des erwachsenen Hundes zu decken. Bei Welpen liegt der Kalziumbedarf um ein vielfaches höher: sie benötigen mindestens 100mg Kalzium pro Kilogramm Körpergewicht, im Zahnwechsel sogar bis zu 200mg.

Spurenelemente, die der Hund benötigt, sind Eisen, Kupfer, Kobalt, Mangan, Zink, Jod, Selen, Zinn, Fluor, Molybdän und Nickel.

Ein Mangel oder Überschuss an Mineralien kann Schäden beim Hund verursachen, allerdings bedarf es dafür einer falschen Fütterung über lange Zeit. Bei einer abwechslungsreichen Fütterung sind Mangel- oder Überschusserscheinungen nicht wahrscheinlich.

Wie ernährt man seinen Hund mit BARF?

Bei der Ernährung des Hundes mit BARF gilt als Grundregel: alles roh! Die Bestandteile des Futters sollten weder gekocht noch erhitzt werden, damit Vitamine und andere wichtige Nährstoffe, die bei hohen Temperaturen denaturieren würden, erhalten bleiben. Grundlage der Ernährung mit BARF sind rohes Fleisch und Innereien, rohes Gemüse und fleischige Knochen. Des Weiteren können verschiedene Zusätze wie Öle, Kräuter, Milchprodukte, Vitamine, Algen und Mineralien dem Futter zugegeben werden. Das Fleisch kann je nach Vorliebe des Hundes und des Hundehalters gewolft oder in größeren Stücken gefüttert werden, Gemüse muss immer fein püriert werden, da der Verdauungstrakt des Hundes die Zellwände des Gemüses nicht selbst zerstören kann. Nur püriertes Gemüse kann richtig verdaut werden. Als Zusatz zu viele Gemüsesorten sind Öle nötig, da einige Vitamine fettlöslich sind und nur über Fett aufgenommen werden können.

Für eine ausreichende Kalziumversorgung sind Knochen wichtig. Möchte man jedoch keine Knochen füttern oder verträgt der Hund sie nicht, kann man den Kalziumbedarf des Hundes auch über Futterzusätze wie Eierschalenpulver oder Kalziumcitrat decken. Dennoch sind Knochen vorzuziehen, da sie außer Kalzium auch andere wertvolle Mineralien, Antioxydantien und wichtige Enzyme enthalten. Zusätzlich reinigen sie das Gebiss und beugen Zahnstein vor.

Getreide kann, muss aber nicht gefüttert werden. Ob man Getreide füttert oder nicht, hängt davon ab, ob man es als Energielieferant für notwendig hält und ob der Hund es verträgt.

Möchte man seinen Hund nicht ausschließlich mit rohem Futter ernähren, gibt es auch die Möglichkeit des „Teil-Barfens“. Dabei bekommt der Hund sowohl rohes Futter als auch Fertigfutter. Hierbei ist wichtig, darauf zu achten, dass die frisches Futter und Fertigfutter nicht gemischt werden, da die beiden Futterarten unterschiedlich lange im Darm verbleiben. Auch ist es ratsam, das Fertigfutter abends zu verfüttern, da das Fertigfutter schwerer verdaulich ist als das frische Futter.

Was darf man füttern und was nicht?

Als Fleischsorten für die Rohfütterung kommen Rind, Geflügel, Kaninchen, Hase, Wild, Pferd, Lamm und Fisch in Frage. Schweinefleisch ist umstritten, da es in rohem Zustand das Aujetzky-Virus übertragen kann, das dem Menschen nichts anhaben kann, aber für Hunde tödlich ist. Zwar ist Deutschland laut EU seit 2003 Aujetzky-frei, doch da es sich hierbei um ein Virus handelt, das dem Menschen nicht schadet, bleibt ein Restrisiko bestehen. Daher muss jeder Hundehalter für sich abwägen, ob er es für sinnvoll hält, Schweinefleisch zu füttern. Aufgrund der Aujetzky-Gefahr sollte man aber in jedem Fall Wildschweinfleisch meiden.

Bei Obst können die meisten Sorten verfüttert werden. Insgesamt ist darauf zu achten, dass die Früchte sehr reif bis überreif sind. Bei Steinobst muss der Stein in jedem Fall entfernt werden, da in den Kernen Blausäure enthalten ist, die in größeren Mengen tödlich wirken kann. Nicht verfüttert werden sollten Holunderbeeren, Physalis, Karambole, Weintrauben und Quitten. Zitrusfrüchte sollten nur in Maßen verfüttert werden, da sie viel Säure enthalten.

Bei Gemüse ist Vorsicht geboten. Einerseits ist enthält es für den Hund wichtige Nährstoffe, andererseits gibt es viele Gemüsesorten, die schädliche Nebenwirkungen haben. Unbedenklich sind Salate, Fenchel, Chinakohl, Gurke, Karotte, Sellerie, Kürbis, Mangold, Radieschen, Rettich, Rote Beete und Zucchini. Nur bedingt geeignet sind alle Kohlsorten außer Chinakohl, da sie blähend wirken. Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Paprika, Tomaten und Aubergine enthalten das für Hunde giftige Solanin. Nur sehr reife Tomaten oder rote, gelbe und orange Paprika können in kleinen Mengen verfüttert werden. Auch gekochte Kartoffeln sind möglich. Niemals verfüttert werden dürfen Auberginen, grüne Paprika, grüne Tomaten und rohe Kartoffeln. Des Weiteren sind Avocados völlig ungeeignet für die Rohfütterung. Sie enthalten das Toxin Persin, das für Hunde tödlich ist. Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen können starke Krämpfe und Blähungen auslösen. Daher sollten auch sie nicht verfüttert werden. Umstritten sind Zwiebelgewächse. Laut Schäfer/Messika sind Zwiebeln, Lauch und Knoblauch giftig bis stark giftig für Hunde und sollten überhaupt nicht gefüttert werden, Reinerth dagegen ist der Meinung, dass Zwiebelgewächse in kleinen Mengen bedenkenlos verfüttert werden können. Laut Meyer/Zentek verursachen Zwiebelgewächse in einer Menge von mehr als 5g pro Kilogramm Körpergewicht am Tag Anämie.

Für die Knochenfütterung eignen sich vor allem weniger harte Knochen von jüngeren Schlachttieren. Geeignet sind vor allem weiche Geflügelknochen und Rippen sowie Brustbein vom Kalb. Diese leisten einen wertvollen Beitrag zur Mineralstoffversorgung. Zur Zahnpflege sind auch härtere Knochen geeignet, die nicht ganz gefressen werden. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass der Hund nicht mehr als 10g Knochen pro Kilogramm Körpergewicht am Tag frisst, da es sonst zu Knochenkot kommen kann.

Futterzusätze sind in den meisten Fällen nicht unbedingt nötig, können aber dem Futter beigemengt werden. Wichtig sind vor allem Öle, da einige Vitamine fettlöslich sind und nur in Verbindung mit Öl aufgenommen werden können. Weitere Futterzusätze sind Algen, Vitamin C, Kräuter, Grünlippmuschelextrakt und Milchprodukte. Vorsicht geboten ist vor allem bei Kräutern, die wegen ihrer Heilwirkung mehrheitlich nur kurweise gegeben werden sollten und bei Milchprodukten, die nicht zum natürlichen Ernährungsspektrum des Hundes gehören und die auch nicht von allen Hunden vertragen werden.

Bedenken gegenüber BARF

Macht rohes Fleisch Hunde nicht aggressiv?

Hierbei handelt es sich um ein Ammenmärchen. Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen der Fütterung von rohem Fleisch und erhöhter Aggressivität von Hunden.

Kann rohes Fleisch Krankheiten und Parasiten übertragen?

Das ist richtig. Durch den Verzehr von rohem Fleisch können sowohl Krankheiten als auch Parasiten übertragen werden. Gefährlich sind vor allem das bereits erwähnte Aujetzky-Virus, BSE, Salmonellen und Darmparasiten.

Eine Infektion mit der Aujetzky-Krankheit kann vermieden werden, indem dem Hund kein Schweinefleisch verfüttert wird.

Über BSE gehen die Meinungen auseinander. Laut Schäfer/Messika belegen Laborversuche, dass BSE grundsätzlich auf Hunde übertragbar ist, nach Reinerth wurden bislang noch nie Erkrankungen mit BSE ähnlichen Symptomen bei Hunden festgestellt. Auch Meyer und Zentek gehen davon aus, dass Hunde für BSE-Prionen nicht empfänglich sind. Generell gilt, dass die BSE-Gefahr über eine sorgfältige Auswahl der Fleischlieferanten eingedämmt werden kann. Risikomaterial vom Rind wie Hirn, Rückenmark, Augen, Mandeln, Milz und Darm wird in der Regel entsorgt und kommt nicht in den Handel.

Vor Salmonellen wird immer wieder bei der Verfütterung von rohem Geflügel gewarnt. Doch in jedem gesunden Hunde-Verdauungstrakt befinden sich im Normalfall Salmonellen. Da der Hund über einen kürzeren Verdauungsweg verfügt als der Mensch und zudem aggressive Verdauungsenzyme besitzt, schaden sie in geringer Zahl nicht. Bedenklich wird es erst, wenn Salmonellen in großer Zahl auftreten oder der Hund ein geschwächtes Immunsystem hat. Um die Gefahr einer Salmonelleninfektion gering zu halten, sollten Hack- und Geflügelfleisch gerade so lange ungekühlt stehen gelassen werden, bis sie Zimmertemperatur erreicht haben. Außerdem sollte das Tauwasser von Geflügelfleisch weggeschüttet werden.

Darmparasiten können zwar oral über rohes Fleisch aufgenommen werden, aber genauso wahrscheinlich ist eine Aufnahme über die Nase, wenn der Hund beispielsweise am Kot eines infizierten Hundes schnüffelt. Genau wie bei Hunden, die mit Fertigfutter ernährt werden, ist es bei Hunden, die mit BARF ernährt werden ratsam, regelmäßig zu entwurmen oder Kotproben auf Wurmbefall untersuchen zu lassen.

Kann man seinen Hund mit Barf überhaupt ausgewogen ernähren?

Eine Frage, die sich bei der Ernährung mit BARF immer wieder stellt, ist die nach der Ausgewogenheit des Futters. Seit langer Zeit wird Hundebesitzern von der Futtermittelindustrie und der Werbung suggeriert, dass es ohne Fertigfutter gar nicht möglich ist, seinen Hund ausgewogen zu ernähren. Tierärzte unterstützen diese Ansichten nur allzu oft und trauen Hundebesitzern nicht zu, ihren Hunden ausgewogene Mahlzeiten zusammenzustellen. Es gibt aber auch Gegenstimmen: Erik Zimen wendet sich entschieden gegen einen ausschließliche Fütterung mit Fertigfutter: „Lassen wir uns doch nicht von den Hundefutterherstellern für dumm verkaufen! [… es ist] sicher für den Hund gesünder, er bekommt beim Schlachter gekauften frischen Pansen und ein paar Knochen dazu als denaturierten Einheitsfraß.“ Tatsache ist: es ist bestimmt nicht möglich, seinen Hund mit Eigenmischungen jeden Tag auf das Milligramm genau ausgewogen zu ernähren – das ist aber auch gar nicht nötig! Ausgewogenheit wird nicht durch die tägliche Aufnahme ein und derselben Nährstoffe in immer der gleichen Menge, sondern über Wochen oder sogar Monate erzielt. Beim Barfen wird darauf geachtet, dass über einen bestimmten Zeitraum, meist über einen Monat, alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden. Dies erreicht man mit frischer, abwechslungsreicher Kost.

Ist BARF nicht furchtbar teuer?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Im Vergleich zu Fertigfutter vom Discounter ist BARF sicher teurer, doch Premiumfutter kann in vielen Fällen wiederum teurer sein als BARF. Es kommt darauf an, welche Einkaufsmöglichkeiten man hat. Im Internet bieten verschiedene Futterfleischhandel günstiges Fleisch für Hunde und Katzen an, und wenn man Glück hat, kann man vielleicht sogar günstig Fleisch vom örtlichen Metzger beziehen.

Ist BARF nicht sehr zeitaufwändig?

Natürlich benötigt man zum Barfen mehr Zeit als zur Fütterung mit Fertigfutter. Gerade am Anfang ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen. Man muss sich gründlich informieren und viel lesen, um nichts falsch zu machen. Die Erstellung der Futterpläne dauert ohne Übung zunächst auch lange. Zudem muss Zeit für die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten für Fleisch eingeplant werden. Es kann eine Weile dauern, bis man bezahlbare und zuverlässige Quellen gefunden hat. Mit zunehmender Übung verringert sich auch der Zeitaufwand. Durch geschickte Organisation ist es möglich, Tagesportionen für einen bestimmten Zeitraum vorzubereiten und einzufrieren. Dann müssen am entsprechenden Tag nur noch Fleisch und Gemüse aufgetaut und mit den Zusätzen vermengt werden.

Sind Knochen denn nicht schädlich für den Hund?

Knochen sind für den Hund nur in gekochter Form gefährlich. Solange Knochen roh gefüttert werden, sind sie entweder leicht zu zerbeißen – das ist vor allem bei Geflügelknochen der Fall – oder so hart, dass sie nicht splittern, wie bei Rinderknochen. Erhitzt man Knochen, so wird die Knochensubstanz hart und splitternd, was zu schweren Verletzungen führen kann. Zudem sind gekochte Knochen unverdaulich für den Hundemagen. Trotzdem sollte man zu Anfang nur sehr weiche Knochen wie Hühnerhälse und –flügel oder Kalbsknochen verfüttern und genau beobachten, wie der Hund mit der ungewohnten Nahrung umgeht.

Quellen:

www.wikipedia.de

BARF – eine Einführung und Analyse

Baba249 testet Ihre Produkte

Sie haben einen (neuen) Onlineshop für Hundeartikel und Zubehör?

Sie haben ein neues hundetolles Produkt entwickelt?

Sie stellen die weltbesten Leckereien für uns Vierbeiner her?

Na dann bin ich genau der richtige für Sie um das zu testen!! Als kleines Dankeschön für Ihre zu testenden Produkte wird mein Angestellter Admin (und Papa 😉 ) an dieser Stelle dann einen Testbericht für Sie verfassen und werbewirksam veröffentlichen – selbstverständlich inkl. Verlinkung zu Ihrer Seite und bei Bedarf weiteren Kontaktangaben 😉

Wenn Sie also Interesse daran haben das wir Ihre Produkte oder Shops testen, melden Sie sich am Besten bei meinem Papa und Sekretär Leif Hansen, er wird sich dann schnellstens mit Ihnen in Verbindung setzen:

Kontaktadresse: Baba249@Vorsicht-Bissig.de

Baba249?? Wofür steht das 249?

Immer wieder werde ich gefragt warum ich denn Baba249 heisse…

…nun, zunächst einmal sei gesagt dass ich so im Alltag nicht gerufen werde 😉 Da genügt ein einfaches „Baba“ und ich bin da! Allerdings hat mein Papa so einen komischen Spleen… er drückt manchmal auf so ein Höllending wo dann ganz grausamer Krach rauskommt… er nennt das Musik… Hip Hop um genau zu sein. Und im Hip Hop ist es wohl üblich an seinen Namen auch die Postleitzahl (was auch immer das ist…) anzuhängen – da ich ja nun bei Papa in Flensburg lebe heisse ich hier also Baba249, die ersten 3 Zahlen unserer Postleitzahl sind das sagt Papa 😀

Nun wisst Ihr also warum ich kein einfacher Baba bin – ich bin BABA249!!

Hoch die Pfote, kurz geschleckt – bis zum nächsten Eintrag ein dreifach wuff,

Euer BABA249 😀

Baba249 – eine Französische Bulldogge erobert Flensburg

Ich, Baba249, bin eine Französische Bulldogge geboren am 15.07.2012 in Hamburg.

Im zarten Alter von 8 Wochen wurde ich von meiner neuen Familie dann bei meinen Eltern abgeholt und meine erste Zugfahrt meines Lebens stand bevor… so zumindest hat man mir das erzählt, denn ich habe die komplette Fahrt gemütlich im mit weichen Decken gepolsterten Korb geschlafen und kann mich an nichts erinnern 😀 Nachdem ich im neuen Zuhause erstmal alles beschnuppert hatte und die erste Pfütze auf dem Teppich gelandet ist habe ich mich vor meinen neuen Papa gestellt und ihm direkt zu verstehen gegeben das sein Stammplatz auf dem Sofa ab sofort geteilt wird 😉

Dieser Blick war der Anfang vom Ende sagt mein Papa immer, seitdem ist er vom „Bulldoggenvirus“ infiziert und für ihn steht fest: Französische Bulldoggen sind die besseren Hunde 🙂 Mich soll das nicht weiter stören, schliesslich werde ich hier ja behandelt wie ein kleiner König… da wäre ich doch doof wenn ich ihm das ausreden würde oder…?

Das solls aber auch schon gewesen sein von mir, ihr werdet mich im Laufe meines Blogs ja sowieso noch ausreichend kennenlernen und ich verspreche euch eins: Mit mir ist immer was los, garantiert 😉

Hoch die Pfote, kurz geschleckt – bis zum nächsten Eintrag ein dreifach wuff,

Euer BABA249 🙂

Baba249